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DÚM U ZLATÉHO PRSTENU

Haus Zum Goldenen Ring

Die Ausstellung im Haus Zum Goldenen Ring stellt den einmaligen Fonds der Sammlung der tschechischen Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts in der Galerie der Hauptstadt Prag (GHMP) dar, der seine durch die Geschichte, die Ausstellungs- und Akquisitionstätigkeiten gegebenen Eigenheiten hat. 
Er besteht aus hervorragenden Ensembles und bemerkenswerten Einzelheiten. Eine der Möglichkeiten, an sie heranzugehen, ist es, den Betrachter in das verworrene Geschehen der tschechischen Kunst dieses Jahrhunderts durch Konfrontation mit den Werken der verschiedenen Perioden, gestalterischen Strömungen und Qualität hineinzuziehen. Das räumlich komplizierte Haus Zum Goldenen Ring eignet sich in vielerlei Hinsicht zu einem solchen Vorhaben und bietet sich direkt dazu an, dass seine drei Etagen den drei umfangreichen Themen entsprechen, die anstelle der chronologischen Gliederung individuelle Präsentation veranlasst, die die tschechische Kunst des "Goldenen Ring" zwanzigsten Jahrhunderts von verschiedenen Seiten, jedoch im Rahmen eines dispositionell abgeschlossenen Ganzen zeigt. 
Der erste Teil der Ausstellung unter dem Titel Traum, Mythos, Ideal weist auf die unterschiedlichsten Möglichkeiten, die von archetypalen Quellen, den vieldeutigen Rückblicken auf den Anfang oder die arkadische Ruhe und auch der romantischen Ironie geboten werden. 
Wohl in keinem Genre sind im zwanzigsten Jahrhundert Entstellung und Verzerrung so aufgetreten, wie in der figuralen Malerei. 
Damit befasst sich die zweite Etage, die den Titel Im krummen Spiegel und hinter dem Spiegel trägt. Sie erinnert an die unterschiedlichen Arten der Umbewertung der von der Realität ausgehenden Ideen, die von natürlicher Distorsion über expressive Metamorphosen zu sozialkritischer Persiflage mit politischen Untertexten führt. 
In der modernen Kunst sind gleichfalls Bemühungen aufgetaucht, damit die künstlerischen Werke ein Vorbild der Zukunft werden und ihr in den Meinungen und verwendeten technischen Mitteln vorgreifen. Diesen Gedanken betrifft der dritte Teil - Utopie, Ordnung, Vision - einerseits mit den Avantgarde-Konzepten zusammenhängend, die der tschechischen Kunst noch bis vor kurzem Gestalt gaben, und andererseits mit ausgesprochen persönlichen Positionen, die die Aufgabe der Vision, des Erlebens und der konzentrierten Beziehung zur Sachlichkeit hervorheben. (Lenka Bydžovská, Vojtěch Lahoda, Karel Srp)

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